Karo‘s Geschichte

Meine Krankheitsgeschichte – wenn der Wohnraum eine Rolle spielen kann

2007 sind wir in ein Reihenmittelhaus (Baujahr 1960er Jahre) eingezogen. Damals war uns nicht bewusst, dass der Keller bauliche Probleme mit sich bringt.

Der Keller ist saisonal feucht: Im Sommer steigt die Luftfeuchtigkeit ohne Entfeuchtung teilweise auf über 70 %. Die Kellerfenster sind noch aus der Bauzeit, die Bodenplatte ist nicht nach heutigen Standards abgedichtet und Feuchtigkeit kommt aus dem Untergrund.


Im Kellerflur wurde damals ein lose verlegter PVC-Boden eingebracht. Dadurch konnte sich über Jahre Feuchtigkeit darunter stauen – mit der Folge, dass sich unbemerkt Schimmel entwickeln konnte.

Bereits in den 2010er Jahren hatte ich immer wieder starke Nasennebenhöhlenprobleme, chronische Sinusitis, Halsschmerzen und zunehmende Erschöpfung. Anfangs konnte ich damit noch umgehen, doch ab Anfang der 2020er Jahre verschlechterte sich mein Zustand deutlich.



Es kamen massive Müdigkeit, diffuse Krankheitssymptome, Schlafprobleme und irgendwann auch depressive Verstimmungen hinzu. Besonders auffällig war für mich: Im Urlaub, vor allem auf Kreta, ging es mir deutlich besser. Nach der Rückkehr nach Hause folgte regelmäßig ein gesundheitlicher Einbruch.

Der Höhepunkt war der Sommer 2025. Nach unserer Rückkehr wurde ich so krank wie noch nie zuvor und fragte mich zunehmend, ob meine Wohnumgebung eine Rolle spielen könnte.



Durch eigene Recherche begann ich, mich mit dem Thema Schimmelbelastung auseinanderzusetzen. Eigene Untersuchungen auf Schimmelbelastungen zeigten auffällige Ergebnisse. Daraufhin haben wir den PVC-Boden im Keller aufgenommen – darunter war die gesamte Unterseite schwarz verfärbt.

Die Sanierung mussten wir letztendlich selbst durchführen, nachdem die Unterstützung durch die Vermieter nicht wie erhofft erfolgte.



Seitdem arbeite ich daran, wieder gesund zu werden. Ich bin inzwischen seit fast zwei Jahren arbeitsunfähig und kämpfe vor allem mit chronischer Erschöpfung, Schlafstörungen und einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Belastungen.

Ich habe selbst sehr viel recherchiert, meine Ernährung angepasst und verschiedene unterstützende Maßnahmen ausprobiert. Aktuell steht eine Reha an.



Ich teile meine Geschichte, weil sie zeigt: Bei chronischen Beschwerden lohnt es sich manchmal, nicht nur auf den Körper zu schauen, sondern auch auf die Umgebung, in der man lebt.